Protestwelle gegen "Progressive List" der FEI im Internet

No FEI! Not this way! - Nein FEI! – So nicht!!_1258975706292

Das Entsetzen über die in Kopenhagen von der Internationalen Reiterlichen Vereinigung (FEI) verabschiedete "Progessive List", die das Doping im Reitsport in weiten Teilen legalisieren soll, wächst von Tag zu Tag. Im Internet ist seit gestern eine Petition freigeschaltet, in der die Unterzeichner die FEI auffordern, die den Deligierten in Kopenhagen untergeschobene Liste wieder zurückzunehmen. Unter der Domain www.no-fei.com kann sich jedermann mit seinem Namen unter die Petition eintragen.

Der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Breidow Graf zu Rantzau, hat mittlerweile offen ausgesprochen, dass es innerhalb der FEI zu einer Abspaltung insbesondere der europäischen Nationen kommen könne, die sich in einem eigenen Verband organisieren und durchweg ihren Protest gegen die in Kopenhagen verabschiedete "Progressive Liste" deutlich gemacht haben.

November 23, 2009

LVM will Sponsoring-Vertrag mit Kittel lösen

bluetongue50b625fda6 Ein Pressesprecher der LVM bestätigte der Zeitung "Die Pferderegion" auf Anfrage, dass man durch zahlreiche Zuschriften verärgerter Reiter vom dem Video erfahren habe, dass seit vergangenen Woche in Reiterkreisen heftig diskutiert wird. Reporter des dänischen Senders EPONA TV hatten Kittel während der Vorbereitungen zum Dressur World Cup in Dänemark gefilmt und die Aufnahmen ins Internet gestellt.

In dem Film ist zu sehen, wie Kittel sein Pferd "Scandic" über so lange Zeit "rollkurt", bis dem Tier eine blau angelaufene Zunge aus dem Maul hängt. Insgesamt, so die Kollegen von EPONA TV, habe Kittel das Tier auf diese Art über gut zwei Stunden geritten. In dieser Zeit war er offensichtlich auch von vielen Zuschauern bemerkt worden, von denen aber niemand eingriff.

November 5, 2009

Ventipulmin als Dopingmittel im Breitensport

Der Bundestags-Sportausschuß hat sich in seiner 76. Sitzung am 27. Mai mit Doping im Freizeit- und Breitensport beschäftigt. Und aus den Antworten der vom Ausschuss angehörten Experten lassen sich interessante Dinge herauslesen. Vorwiegend dürften sich Fragen und Antworten naturgemäß um das Humandoping gedreht haben, selbst dann, wenn es um Veterinärpräparate drehte, die vermutlich jeder Pferdebesitzer kennt.

So verweist der Sachverständige Mischa Kläber von der Technischen Universität Darmstadt in seiner Stellungnahme (PDF) zum Beispiel mehrfach und ausführlich auf das Medikament "Ventipulmin", das bei Pferden zu Bekämpfung asthmatischer Anfälle eingesetzt wird – aber auch bei Schweinen, um deren Fleich magerer zu machen. Nach Erkenntnissen von Kläber wird das Clenbuterolpräparat streckenweise auch von Freizeit- oder Breitensportlern zur Leistungssteigerung eingenommen, weil es leichter zu bekommen sei, als entsprechende Humanpräparate. Zu Recht weißt Kläber darauf hin, dass solche Mittel unter anderem in vielen Pferdeställen offen zugänglich seien und ihr Verschwinden meistens keinen besonderen Verdacht auslöst.

Die Stellungnahmen der Experten zeigen, wie verbreitet offensichtlich die "Zweckentfremdung" auch von Veterinärpräparaten ist und welche Netzwerke sich inzwischen gebildet haben, um die Beschaffung solcher Medikamente zu organisieren. Im Ergebnis ließ die Anhörung ahnen, dass Doping im Spitzensport zwar spezieller, aber nicht zwangsläufig konsequenter organisiert ist, als im Freizeit- und Breitensport.

Einen ausführlicheren Bericht zu der Sitzung, in dem auch die konkreten Fragen an die Experten samt derer Antworten zu finden sind, finden Sie im Weblog von Jens Weinreich.

Juni 5, 2009

Journalisten-Arbeit in Gaza City

Der Journalist André Marty gibt auf seinem Weblog die Schilderungen eines Reuters-Kollegen wieder, der unter schwierigsten Bedingungen in Gaza-Stadt arbeitet.

Januar 13, 2009