So lernt Ihr Pferd fast alles

Titel_0115_04-1-281x400In wenigen Tagen beginnt in Essen die weltgrößte Pferdesportmesse, die Equitana. In den Messehallen werden dann nicht nur 850 Aussteller auf die rund 200.000 anreisenden Pferdefans stoßen, sondern im Rahmen der Show- und Fachprogramme Ausbilder und Trainer aller Reitweisen. Die Besucher werden bei den Vorführungen nicht nur feststellen, dass in dieser Branche gerne und mit Vorliebe alter Wein in neue Schläuche verpackt wird, sondern dass man auch an altem Wein noch ziemlich viel entdecken kann.

Wichtig ist deshalb, die scheinbar neuen Erkenntnisse, Thesen und Methoden darauf zu untersuchen, wie neu ihr Kern ist. Also dass, was übrigbleibt, wenn man Marketingsätze und selbstbewusste Darstellung von Trainern, Beratern und Ausbildern mal abzieht. Eine gute Hilfe könnte dabei die aktuelle Ausgabe der “Dressur-Studien” sein, die vor kurzem erschienen ist. Continue reading

Nerzfarm darf mit tierschutzwidrigen Gehegen weiter betrieben werden

Nerzfarmen dürfen nach Ansicht schleswig-holsteinischer Verwaltungsrichter auch dann weiter den Betrieb aufrechterhalten, wenn ihre Gehegegrößen nicht den Anforderungen der geänderten Tierschutznutztierverordnung entsprechen, denn: mit den neuen Gehegegrößen ließen sich Nerzfarmen nicht mehr rentabel betreiben, dies laufe auf ein Berufsverbot hinaus. Das aber könne nur das Parlament beschließen. Continue reading

Ist der Jäger schwerhörig, darf er einen Schalldämpfer benutzen

Zuerst klingt das ein wenig komisch: Weil ein Jäger gehörgeschädigt ist, möchte er bei der Jagd einen Schalldämpfer einsetzen dürfen. Dafür bedarf es einer besonderen Erlaubnis (Waffenschein), weil der Einsatz von Schalldämpfern in Deutschland reguliert ist. Auch die Jagdverbände sprechen sich in der Regel gegen solche Hilfsmittel aus, weil sie eine Gefährdung Dritter durch “lautloses” Schießen befürchten. Weil die zuständige Behörde auch die generelle Annahme, dass Schalldämpfer zur Begehung von Straftaten geeignet sind, in ihre Betrachtungen mit einbezog, wurde der Waffenschein zunächst nicht erteilt. Zu Unrecht, wie jetzt das Freiburger Verwaltungsgericht entschieden hat. Continue reading

Verbotene Schwanenpflege in Rheinland-Pfalz

Das Oberverwaltungsgericht in Koblenz hat entschieden, dass Privatleute einen kranken Schwan zwar kurzzeitig aufnehmen, aber auch dann nicht länger in Gewahrsam nehmen dürfen, wenn sie ihn gesund pflegen möchten. Nach Ansicht der Richter verstößt eine längere Aufnahme von Schwänen sowohl gegen das Bundesjagd-, als auch gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Die Behörden seien deshalb befugt, entsprechende Verbote auszusprechen. Continue reading