Etwas ganz neues von der Bank

Manchmal ist es wirklich depremierend, wenn man von einer Bank, die sich in der einen Sekunde als sympathischer und engagierter Partner zeigt, in der nächsten Sekunde für dumm verkauft wird.

Unsere Hausbank hat sich das heute morgen erlaubt. Zuerst hat sie ein kleines Problem mit unserem Banking-Zugang schnell und unkompliziert gelöst, direkt anschließend wollte man uns dann aber ein Geschenk machen, das anschließend schön teuer gekommen wäre.

Zwar nehmen wir ihn nie in Anspruch, aber: der Dispo-Rahmen auf unserem Geschäftskonto sei doch für ein Unternehmen wie unseres viel zu klein, da müsse mehr her. Die Bank sei bereit, mal eben rund das 25-fache einzuräumen – ohne lang Reden oder schriftlichen Antrag, auch keine Unterlagen oder Sicherheiten brauche es dafür.

Da soll man, angesichts der Finanznachrichten in den letzten Wochen, nicht hellhörig werden. Und tatsächlich: Nach zweimal Rückfragen räumt der Filialleiter dann umständlich ein, dass an dem freundlichen Angebot eine nicht unerhebliche Jahresgebühr hängt, die auch dann fällig wird, wenn der Überziehungskredit gar nicht in Anspruch genommen wird. Dass für den dann auch noch schlappe 13,5 Prozent Zinsen fällig werden sollen, ist dann auch keine Überraschung mehr.

Wir haben also dankend abgelehnt. Und werden das nächste Mal, wenn es „da etwas ganz Neues“ gibt, vermutlich ablehnen, ohne uns das Angebot zu Ende anzuhören.

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