Archive for the ‘Unternehmen und Märkte’ Category

NRW will Antragsverfahren für Soforthilfen heute wieder starten

Das Land Nordrhein-Westfalen will das in der vergangene Woche hastig eingestellte Antragsverfahren für finanzielle Soforthilfen heute wieder neu starten. Damit soll es für kleine Unternehmen, Freiberufler und Soloselbständige endlich wieder möglich sein, Anträge auf Auszahlung aus dem Bundes- und Landesprogramm zu stellen und Zahlungen für drei Monate zu erhalten. Read On…

Dressur-Studien-Talk in der dritten Woche


Zusammen — aber brav örtlich getrennt — sitze ich mit meiner Verlagschefin Claudia Sanders dreimal wöchentlich vor einer Kamera und diskutiere die Folgen der Corona-Pandemie für Betriebe, Selbständige und Kunden der Pferdebranche. Viele Betriebe sind massiv betroffen: Ausgangsbeschränkungen und Infektionsvorsorge haben die Versorgung von Pferden durch ihre Halter erheblich erschwert, öffentliche Veranstaltungen, Sport und Unterricht fallen voraussichtlich noch über Wochen und Monate flach. Damit fehlen den Betrieben die existenzsichernden Einnahmen, fühlbare Reserven haben die wenigsten. Read On…

Wie und wo Selbständige und kleine Unternehmen jetzt Hilfen beantragen können

Hinweis: Alles nachfolgende hat den Stand 24.03.2020, 10:20 Uhr
Update 24.03.2020, 10:20 Uhr:
Die Tagesschau meldet: Die Auszahlung der Bundesmittel für notleidende Unternehmen und Selbstständige soll nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ab spätestens Mitte nächster Woche möglich sein. Dann sollte in allen Bundesländern klar sein, welche Behörden und Institutionen das Geld auszahlen, sagt der Minister im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. „Und es soll so unbürokratisch wie möglich gehen, wo immer möglich auch elektronisch.“

Trotz der Ankündigungen der Politik, man werde sich um einheitliche Hilfen und Unterstützung für Selbständige und kleine Unternehmen bemühen, bietet sich in der Praxis bislang der übliche Flickenteppich mit sehr unterschiedlichen Anforderungen und Förderungen. Es gibt Bundeshilfen sowie Programme der Ländern, hinzu kommen die geplanten Gesetzesänderungen, die Selbständige auch als Verbraucher betreffen (z.B. was die Miete für die private Wohnung angeht). Auch Unterstützung auf der Ebene Kurzarbeit ist möglich, zudem wird das Insolvenzrecht angepasst. Eine weitere Ebene, an der Betroffene jetzt ansetzen müssen, sind die formal schon bestehenden Möglichkeiten im Steuerrecht, für die nun in vielen Bundesländern großzügige Ermessensentscheidungen und Entgegenkommen angekündigt werden. Es gibt auch schon länger bestehende Unterstützungsprogramme, die jetzt neu angewärmt werden. Wer als Freiberufler in eine amtliche angeordnete Quarantäne muss, kann Entschädigungsansprüche einfordern, Berechnungsgrundlage ist 1/12 des Einnahmen des letzten Jahres (§ 56 Abs.1 InfSchG). Große Strom- und Gasversorger haben angekündigt, während der Coronakrise keine Energiesperrungen vorzunehmen. Read On…

Der Bund will kleinen Selbständigen helfen – So bereiten Sie Ihren Antrag vor


Heute Vormittag sind die ersten Informationen zu den von der Bundesregierung geplanten Hilfen für Selbständige im Zusammenhang mit der Corona-Krise bekannt geworden. Danach plant die Regierung, insgesamt rund 40 Milliarden Euro für die Unterstützung von Solo-Selbständigen, Kleinstbetrieben und Freiberuflern zur Verfügung zu stellen, die auf verschiedenen Wegen in Anspruch genommen werden können. Vermutlich wird es unter anderem direkte Auszahlungen in Form von Zuschüssen oder Darlehen geben. Die Zahlungen sollen unter dem Vorbehalt der späteren Überprüfung auf Bedürftigkeit stehen, also ähnlich, wie es beispielsweise bei Verfahrenskostenhilfe im Justizwesen der Fall ist. Read On…

Das (keineswegs einzigartige) Buchbinder-Desaster


Für Menschen, die schon mal beruflich oder privat irgendwo ein Auto gemietet haben, könnte sich eine E-Mail an die Firma Buchbinder lohnen. Nicht, weil es dort gerade wieder billiger Autos zu mieten gäbe, sondern, weil die Firma Buchbinder offensichtlich ihre Kunden- und Mietwagendatenbank für längere Zeit zum Download bereitgestellt hat. Nicht absichtlich vermutlich, aber gleichwohl für jedermann. Zehn Terrabyte Daten von rund drei Millionen Kunden, darunter auch Adressen und Telefonnummern von Politikern und Prominten standen wochenlang frei zugänglich im Netz, wie DIE ZEIT und HEISE ONLINE berichten. Wer davon betroffen sein könnte, sollte durch ein Auskunftsersuchen nach Artikel 15 der EU-DSGVO herausfinden, welche Daten von ihm verarbeitet wurden. Read On…

Worüber wir in den nächsten Monaten noch häufig sprechen werden

Der letztjährige Chaos Communication Congress (36c3) wird in den nächsten Wochen noch für etliche Beiträge hier gut sein, weil sich die besprochenen Themen vorhersehbar aktualisieren werden. Hier heute nur drei Highlights unter wirklich sehr, sehr vielen:

Wer gesetzlich versichert ist (und das sind rund 73.000 Millionen Menschen in diesem Land) darf durchaus schon mal Angst vor der elektronischen Patientenakte haben, wie der Vortrag von Martin Tschirsich, Christian Brodowski und André Zilch zeigte. Die von den Planern angelegte Sicherheit liegt in etwa auf dem Standard einer E-Mail, eines Telefaxschreibens oder eines Rezepts. Wenn Ihr also ab 2021 zufällig mehr medizinische Details über Ihren Nachbarn oder die Arbeitskollegin erfahren, könnt Ihr sicher sein: denen wird es genauso gehen. Read On…