Tierheime warnen: „Corona-Hunde“ werden zum Problem

Die Tagesschau berichtet, dass Tierheime zunehmend über Schwierigkeiten mit Haustieren, insbesondere Hunden, klagen, die während der Corona-Pandemie angeschafft wurden. Viele dieser Tiere seien inzwischen nicht mehr gewollt oder führten aufgrund zurückgehender Homeoffice-Anteile zu Problemen. Die Folge seien nicht nur zunehmende Abgabezahlen in den Tierheimen, sondern auch dramatische Verhaltensauffälligkeiten. Das spiegelt sich auch in der – jedenfalls bei mir – zunehmenden Zahl von Verfahren nach den Landeshundegesetzen.

Tatsächlich sagen mir nicht nur die Aktenstatistik, sondern auch viele Hundetrainer und Pensionsbetreiber, dass sich das „Corona-Hunde-Phänomen“ deutlich auswächst. Teilweise wird berichtet, dass sowohl die Hundehalter*innen als auch die Tiere in erschreckendem mentalen Zustand seien, Aggressivität ist zwischen Tieren – aber auch im Verhältnis zwischen Menschen und Tieren – ein zunehmend relevantes Thema.

Das äußert sich aktenmäßig vor allem in Verfahren nach den Landeshundegesetzen (LHundG) der Länder, die in der Regel nach Beissereien eine Überprüfung der Tiere vorsehen. Insbesondere wenn Menschen verletzt wurden durch Bisse ist eine solche Überprüfung in der Regel vorgeschrieben. Eine Einstufung als gefährlicher Hund kann sowohl für Halter als auch für das Tier dramatische Folgen, bis hin zu Haltungsuntersagung, haben. Eine solche Überprüfung ist in keinem Fall auf die leichte Schulter zu nehmen und vor allem Halter*innen großer Tiere (20/40 Hunde) oder einschlägiger Rassen sind gut beraten, es zu diesem Punkt nicht kommen zu lassen.

Hat eine Behörde ein Überprüfungsverfahren gestartet, gilt es, nicht unbedacht zu reagieren. Dazu gehört vor allem auch, sich erst nach Akteneinsicht durch einen Rechtsanwalt zu äußern und sensibel auf eventuelle gegnerische Ansprüche im Zivilverfahren zu reagieren.

Wenn Sie von einem solchen Verfahren betroffen sind, können Sie kurzfristig einen Termin zur Erstberatung erhalten: nilsbecker.de/telefontermin.

Englisch:
The Tagesschau reports that animal shelters are increasingly complaining about difficulties with pets, especially dogs, that were acquired during the Corona pandemic. Many of these animals are now no longer wanted or are causing problems due to declining home ownership, the report said. The result, he said, is not only increasing surrender numbers at shelters, but also dramatic behavioral problems. This is also reflected in the – at least in my case – increasing number of proceedings under the state dog laws.

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In Kooperation mit Rechtsanwältin Daniela Müller - Tierkanzlei Bielefeld