"Es ist vorbei, und das ist auch gut so"

Der Sportjournalist Jens Weinreich hat seine Auseinandersetzung mit dem DFB und dessen Präsidenten Theo Zwanziger durch einen Vergleich beendet.

Ich habe mich an dem Spendenaufruf zugunsten von Weinreich beteiligt und auch selbst gespendet – und finde Weinreichs Entscheidung, die Streitigkeit nun nicht bis zum endgültigen juristischen Ende zu führen, sehr vernünftig. Zum einen kann man durchaus die Hoffnung haben, dass dem DFB ein deutliches Signal gesetzt wurde, zum anderen hatte die Auseinandersetzung nachvollziehbar auch permamenten Belastungen nicht finanzieller Art zur Folge. Jeder Freiberufler weiß, was das bedeutet.

Wir hatten juste auch in der April-Ausgabe der "Pferderegion" zu einer Spende für Weinreich aufgerufen, der die nicht verwendeten Spenden nun auf die Hartplatzhelden und den Journalistenverband Freischreiber verwenden will.

Finde ich gut. Danke, Jens Weinreich!

März 28, 2009

Martin Rütter, again

Ich habe heute ein längeres Telefonat mit dem Pressesprecher der "Fressnapf"-Gruppe, Achim Schütz, geführt. Es diente der Vorbereitung einer Veröffentlichung über den Bonner Hundetrainer Martin Rütter, dessen gemeinsame Firma mit der Fressnapf sämtlichen 23 Mitarbeitern zum Ende dieses Monats gekündigt hat.

Wir haben über dieses Thema bereits in der "Pferderegion" geschrieben und insbesondere auch über die ziemlich uncoole Reaktion von Rütter auf kritische Presseanfragen. Auch das hat eine lange und wechselvolle Vorgeschichte.

Von Achim Schütz wollte ich nun wissen, wie die Fressnapf zukünftig mit der Dox Network und ihrem Partner Martin Rütter umgeht. Und war nach einer halben Stunde nur begrenzt schlauer. Denn die Fressnapf will sich zu den Vorgängen um die Dox Network, insbesondere wohl auch nicht zu den Fragen nach bereits 2007 aufgetauchten bilanziellen Defiziten, nicht mehr äußern.

Immerhin soviel war von Schütz heute zu erfahren: Eine Zusammenarbeit mit Martin Rütter in Sachen Hundeschulen werde es nicht mehr geben.

Das klingt soweit unspektakulär, wirft aber neue Fragen auf: Denn auch wenn die Fressnapf damit nun einen deutlichen Schlußstrich unter das Thema Hundeschulen zieht, taucht der Name der Dox Network GmbH (deren Website zwischenzeitlich gelöscht wurde) nach wie vor im Umfeld von Martin Rütter auf. So werden gleich bei mehreren Standorten Allgemeine Geschäftsbedingungen der DOX Network GmbH präsentiert.

Rütter, der mit seiner Firma MINA Trading GmbH weiter Franchisenehmer für das DOGS-Netzwerk sucht, präsentiert auf seiner Website insgesamt 45 Standorte. Was nach einer Erfolgsstory in Sachen Hundeschulen aussieht, entpuppt sich allerdings bei genauem Hinsehen als eine Art potemkinsches Dorf: Tatsächlich handelt es sich bei mindestens 20 von 45 Standorten um Duplikate. Da werden aus dem Franchisenehmer in Aachen-Herzogenrath die Standorte "Aachen" und "Herzogenrath", andere Namen tauchen gleich unter drei (benachbarten) Ortsnamen auf. Erst beim Blick auf die Karte wird diese kreative Darstellung wirklich deutlich.

Wir haben Martin Rütter heute nachmittag einen umfangreichen Fragenkatalog zu unseren Recherchen geschickt und um eine Stellungnahme gebeten. Die bisherigen Erfahrungen lassen vermuten, dass er sich damit vielleicht etwas schwer tun wird. Auch gegenüber Franchise-Interessenten scheint das so zu sein: Ein Teilnehmer des letzten Infotages von Rütter am 7. März in Bonn berichtet, kritische Fragen (z.B. zum Umzug der MINA Tradring von Erftstadt nach Bonn) seien kurz und knapp abgewehrt worden.

März 17, 2009

Hundeprofi Martin Rütter zieht Klage gegen Kooperationspartnerin zurück

Der als "Hundeprofi" bekannt gewordene Hundetrainer Martin Rütter musste heute vor dem Bonner Amtsgericht eine Niederlage einstecken. Im Verfahren gegen eine Kooperationspartnerin aus der Schweiz auf Rückgabe der ihr übergebenen Ausbildungsunterlagen zog Rütters Anwalt die Klage zurück, nachdem das Gericht deutlich gemacht hatte, es werde gegen Rütter entscheiden.

Inhaltlich drehte sich die Streitigkeit um die Frage, ob es sich bei den Unterlagen um "Franchise"- oder um Ausbildungsunterlagen handelt, wie es die Beklagte sah. Sie hatte einen fünfstelligen Betrag in die Ausbildung bei Martin Rütter investiert, aber nach rund neun Monaten abgebrochen.

[Im Original bei der Pferderegion]

März 6, 2009