Der Bund will kleinen Selbständigen helfen – So bereiten Sie Ihren Antrag vor


Heute Vormittag sind die ersten Informationen zu den von der Bundesregierung geplanten Hilfen für Selbständige im Zusammenhang mit der Corona-Krise bekannt geworden. Danach plant die Regierung, insgesamt rund 40 Milliarden Euro für die Unterstützung von Solo-Selbständigen, Kleinstbetrieben und Freiberuflern zur Verfügung zu stellen, die auf verschiedenen Wegen in Anspruch genommen werden können. Vermutlich wird es unter anderem direkte Auszahlungen in Form von Zuschüssen oder Darlehen geben. Die Zahlungen sollen unter dem Vorbehalt der späteren Überprüfung auf Bedürftigkeit stehen, also ähnlich, wie es beispielsweise bei Verfahrenskostenhilfe im Justizwesen der Fall ist. Read On…

Was Pferdebesitzer und Selbstversorger heute noch erledigen sollten


Wir haben gestern bei den Dressur-Studien den zweiten Videopodcast zum Thema Corona und Pferdebetriebe durchgezogen und am Freitag wird die dritte Ausgabe folgen. In zunehmendem Maße konzentrieren sich die Fragen der Zuschauer nun darauf, ob im Falle von Ausgangssperren die Versorgung ihrer Pferde noch gesichert ist.

Meine Antwort: Ja, ist sie. Jedenfalls dann, wenn sich jeder Pferdebesitzer verantwortungsvoll auf die aktuelle Situation einstellt, denn Ausgangssperren werden dabei nach meiner Einschätzung ein vergleichsweise kleines Problem sein. Read On…

Amtsveterinär zu Ausgangssperren: „Wir wissen da auch noch nix genaues.“

In einer Sendung von WDR Tiere suchen ein Zuhause war heute u.a. der Leiter des Euskirchener Veterinäramtes, Dr. Jochen Weins, zu Gast. Wie zu erwarten, kam in der per Facebook und Youtube übertragenen Sendung auch die Frage nach den Folgen einer Ausgangssperre für die Versorgung von Tieren auf. Diesbezüglich konnte Weins – mangels konkreter Verfügungen in Nordrhein-Westfalen – nur spekulieren, bestätigte aber mit seiner Antwort, dass es da je nach Ausgangslage unterschiedliche Sichtweisen geben kann. Darüber sei im Detail noch nicht gesprochen worden, sagte Weins. Read On…

Erste Ausgangssperre in Deutschland, Haustierversorgung bleibt erlaubt


Das Landratsamt Tierschenreuth (Bayern) hat die erste Ausgangssperre in Deutschland verhängt. Der Text der Allgemeinverfügung findet sich hier.

Wie schon von vorhergesagt, sind auch nach dieser Verfügung Wege zum Zwecke der Versorgung von Haustieren erlaubt, worunter nach praktischer Lesart Pferde jedenfalls dann fallen, wenn sie nicht durch einen dafür beauftragten Pferdebetrieb versorgt werden. Es könnte also in diesem Landkreis jetzt wichtig sein, eine Kopie seines Einstellvertrages mit sich zu führen oder sich vom Stallbetreiber eine entsprechende Bestätigung ausstellen zu lassen. Ebenso dürfte die Ausnahme auch die Wege zu Futtermittelhandlungen einschließen. Wer solche Waren jetzt im betroffenen Landkreis kauft, sollte in jedem Fall auf dem Rückweg die Quittung des Einkaufs bei sich führen, auf der Datum und Uhrzeit des Kaufs verzeichnet sind.

Die Allgemeinverfügung sieht zudem generell die Möglichkeit von Ausnahmen zu. Wer als Betroffener unsicher ist, sollte daher vorsorglich — und sofort — eine entsprechende Ausnahme für Reisen zu seinem Pferd beantragen.

Was Pferdebetriebe jetzt tun müssen und können

Viele Anrufe drehen sich aktuell um die Frage, welche Maßnahmen Pferdebetriebe derzeit konkret aufgrund der flächig angeordneten Einschränkungen rund um die Corona-Pandemie zu treffen haben. Um es gleich zu sagen: Das lässt sich nicht einheitlich beantworten, weil die Allgemeinverfügungen von Kommunen erlassen werden und sich deshalb von Stadt zu Stadt und Landkreis zu Landkreis unterscheiden können. Deshalb gilt in jedem Fall: Bitte sofort auf den Webseiten des zuständigen Gesundheitsamtes nach Informationen suchen und diese aufmerksam lesen.

Konkret dürfte darüber hinaus aber für alle Folgendes gelten: Read On…

Man springt nicht von einer Brücke, nur weil die angeblich nächste Woche einstürzt


Meine Tage bestehen momentan zum großen Teil aus Gesprächen. Per Telefon oder Videocall natürlich, denn Publikumsbetrieb wäre eine schlechte Idee zur Zeit. Die Gespräche drehen sich bei vielen Mandanten um die Frage, ob es ihr Geschäft in einigen Wochen noch geben wird — und nicht wenige wollen einen Rat, ob sie lieber jetzt schon existentielle Entscheidungen treffen sollten. Die Geschäftsräume kündigen, Mitarbeiter entlassen, die Selbständigkeit aufgeben und lieber gleich nach einem neuen Job suchen — der Druck, irgendwas zu entscheiden ist für viele riesig.

Ein solcher Handlungsdruck entsteht häufig auch, wenn Menschen merken, dass sie irgendwas falsch gemacht haben. Juristen sind beispielsweise anfällig dafür, wenn sie feststellen, dass sie in einer Akte eine wichtige Frist übersehen haben. Dann diktiert ihnen häufig der Bauch, sofort irgendwas zu tun, anstatt den Fehler erst in Ruhe zu analysieren und dann mit kühler Hand den nächsten Schritt zu überlegen. Merke: meistens ist der zweite Fehler tödlich, nicht der erste.

Wer jetzt angesichts der Corona-Nachrichten weitreichende Entscheidungen für seine Unternehmung treffen will, sollte an diesen Satz denken. Man springt nicht von einer Brücke, nur weil die angeblich in der nächsten Woche einstürzen wird. Vorhersagen zur Corona-Krise sind aktuell so zuverlässig wie der Wetter-Trend für die nächsten zehn Tage und die heisse Phase steht uns erst noch bevor. Praktisch niemand kennt einen Menschen, der eine solche Situation schon mal erlebt hätte, also lernen wir notgedrungen alle miteinander.

Keep calm and wash your hands. Wir kommen noch an den Punkt, an dem jeder darüber wird entscheiden müssen, wie es mit einer unternehmerischen Existenz weitergeht, aber dieser Tag ist nicht heute.